2. September 2025

Warnung vor Betrugsmasche bei Ausschreibungen: LKA warnt

Das LKA Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein warnen vor einer neuen Betrugsmasche bei öffentlichen Ausschreibungen. Kriminelle verschicken aktuell vermehrt betrügerische E-Mails im Kontext von Ausschreibungen. Sie greifen gezielt auf ausgelesene Daten von Vertragspartnern zu und geben sich in ihren Nachrichten als vermeintliche Auftraggeber aus. Anschließend kontaktieren sie die Gewinner der Ausschreibung und fordern dazu auf, offene Rechnungen zu übersenden.

Nach Eingang der Rechnungen verändern die Täter die Bankverbindung und senden die manipulierten Dokumente an die Gläubiger weiter. Zahlungen fließen so auf Konten der Betrüger. Die Landeskriminalämter Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein berichten von Schadenssummen im sechsstelligen Bereich und raten dazu, umgehend Anzeige zu erstatten.

Betrugsmasche bei Ausschreibungen, Fälle nehmen zu

Bereits im Vorjahr registrierte das Amt für Veröffentlichungen der EU mehrere erfolgreiche Betrugsfälle. Täter kombinierten echte Ausschreibungsdaten aus Tenders Electronic Daily (TED) mit gezieltem Druck auf die Betroffenen, um an Geld zu gelangen. Die Zahl der gemeldeten Vorfälle steigt kontinuierlich.

Empfohlene Schutzmaßnahmen gegen Betrugsmasche bei Ausschreibungen

  • Absenderadressen prüfen: Kontrolliere E-Mail-Adressen sorgfältig auf Abweichungen und ungewohnte Schreibweisen. Sei misstrauisch, wenn Dir die Adresse unbekannt erscheint.

  • Sicheren Rechnungsversand nutzen: Versende Rechnungen idealerweise über verschlüsselte und signierte E-Mails.

  • Bei Verdachtsfällen sofort handeln: Kontaktiere umgehend die Polizei und informieren Deine Bank, um Überweisungen möglichst rückgängig zu machen.

  • Rechnungen verifizieren: Bestätige Rechnungen grundsätzlich telefonisch unter einer offiziell bekannten Nummer. Nutze für Rückfragen ausschließlich bekannte E-Mail-Adressen und vergleiche Bankdaten mit Deinen Unterlagen – besonders bei ausländischen Konten.

Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen steht Personen, die Opfer geworden sind oder einen Betrugsverdacht haben, telefonisch unter 0211/939-4040 zur Verfügung. Auch das LKA Schleswig-Holstein nimmt Hinweise entgegen und unterstützt bei weiteren Schritten.

Quelle: Auftragsberatungsstelle Mecklenburg-Vorpommern e. V.

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