Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft in der öffentlichen Beschaffung
Die neue Publikation des Umweltbundesamtes zeigt, wie durch gezielte Maßnahmen in der öffentlichen Vergabe sowohl der Klimaschutz als auch die Kreislaufwirtschaft vorangetrieben werden können. Ziel ist es, die Beschaffung nachhaltiger zu gestalten und damit einen aktiven Beitrag zur Erreichung von Umwelt- und Klimazielen zu leisten.
Klimaschutz in der öffentlichen Vergabe: Ein zentraler Hebel
Der Klimaschutz spielt eine essenzielle Rolle in der öffentlichen Beschaffung. Die Publikation des Umweltbundesamtes legt dar, wie Kommunen und öffentliche Institutionen durch nachhaltige Vergabepraktiken ihre CO₂-Emissionen signifikant senken können. Dabei geht es nicht nur um die Auswahl von Produkten mit geringerem CO₂-Fußabdruck, sondern auch um die Förderung klimafreundlicher Produktionsverfahren.
Kreislaufwirtschaft als Schlüssel zu nachhaltiger Beschaffung
Ein weiterer Schwerpunkt der Publikation ist die Integration der Kreislaufwirtschaft in die öffentliche Beschaffung. Indem Produkte bevorzugt werden, die reparierbar, recycelbar oder aus recycelten Materialien hergestellt sind, können Ressourcen geschont und Abfälle reduziert werden. Die Kreislaufwirtschaft bietet somit eine wertvolle Ergänzung zu klimafreundlichen Vergabestrategien.
Umsetzungshilfen für die Praxis
Das Umweltbundesamt stellt in der Publikation konkrete Handlungsempfehlungen bereit, die öffentlichen Beschaffern die Integration von Klimaschutz- und Kreislaufwirtschaftskriterien erleichtern. Dazu gehören praxisnahe Leitfäden, rechtliche Hinweise und Beispiele für erfolgreiche Projekte. Diese Ansätze sollen den Weg zu einer nachhaltigen Vergabepraxis ebnen.
Nachhaltige öffentliche Beschaffung: Vorteile für Umwelt und Gesellschaft
Adriana Neligan vom Institut der deutschen Wirtschaft erklärt, dass nachhaltiger bauen wirtschaftlich attraktiv ist. Auch die Rohstoffsicherheit steigt, da Abhängigkeiten von internationalen Märkten sinken. Zwar sind Recyclingbeton oder grüner Stahl im Einkauf noch teurer, doch ihr Anteil an den Endkosten bleibt mit ein bis drei Prozent überschaubar. Differenzierte Standards und Schwellenwerte könnten helfen, Kosten und Nutzen besser auszutarieren. Öffentliche Bauprojekte haben das Potenzial, durch verlässliche Rahmenbedingungen nachhaltiger bauen voranzubringen und Skaleneffekte zu erzeugen.
Quelle: Umweltbundesamt