UVgO-Reform: Neue Regeln für Vergaben
Die geplante Überarbeitung der Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) nimmt Fahrt auf. Bund und Länder arbeiten gemeinsam daran, das Vergaberecht unterhalb der EU-Schwellenwerte zu vereinfachen, zu digitalisieren und praxistauglicher zu gestalten. Ziel der Reform ist es, höhere Wertgrenzen, weniger Bürokratie und eine einheitliche Anwendung in Bund und Ländern zu erreichen.
Zeitplan für die UVgO-Reform
Laut Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz wurden konkrete Meilensteine für die Reform festgelegt:
Bis 30.06.2026: Der Bund legt gemeinsam mit den Ländern einen konkreten Vorschlag zur Überarbeitung der UVgO vor.
Bis 31.12.2026: Abschluss der Überarbeitung.
Bis 30.06.2027: Die Länder passen ihre landesrechtlichen Vorgaben an.
Wichtige Inhalte der UVgO-Reform
Die Eckpunkte der Reform zeigen klare Schwerpunkte:
Höhere Wertgrenzen: Direktaufträge sollen in Zukunft einfacher und schneller vergeben werden.
Bürokratieabbau: Dokumentations- und Nachweispflichten sollen reduziert werden.
Digitalisierung: Vergabeverfahren sollen stärker digitalisiert und standardisiert werden.
Einheitlichkeit: Bund und Länder streben eine harmonisierte Anwendung der UVgO an.
Beschleunigung: Kleine Beschaffungsvorgänge sollen durch vereinfachte Verfahren beschleunigt werden.
Bundesbehörden profitieren bereits von Übergangserleichterungen, wie der Möglichkeit, Direktaufträge bis zu einem Wert von 15.000 Euro netto zu vergeben.
Vergabebeschleunigungsgesetz: Ergänzung zur UVgO-Reform
Das Vergabebeschleunigungsgesetz, das am 01.07.2026 in Kraft tritt, ergänzt die UVgO-Reform gezielt. Es umfasst reduzierte Nachweispflichten, vereinfachte Vergabeunterlagen und höhere Wertgrenzen, um öffentliche Beschaffungen effizienter und digitaler zu gestalten.
Auswirkungen auf die Vergabepraxis
Die Reform bringt mehr Flexibilität für öffentliche Auftraggeber und beschleunigte Verfahren für Unternehmen. Dennoch bleibt abzuwarten, ob die angestrebte Einheitlichkeit zwischen Bund und Ländern langfristig gelingt. Die Abstimmung zwischen den verschiedenen Ebenen wird eine zentrale Herausforderung für die Umsetzung sein.
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