Planungslabor Raumbilder Lausitz 2050 - Nachhaltige Transformation entwerfen (Mehrfachbeauftragung) in 02628 Görlitz

Freihändige Vergabe nach VOL/A (National)

Vergabe-ID: 2353504

Auftrag­geber
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. (IÖR)
Ausführungsfrist
vom 01.03.2021 bis 30.07.2021Termin in Kalender eintragen
Teilnahmefrist
08.02.2021 14:00 Uhr

Ausgeschriebene Leistung:

Das Planungslabor wird als nicht-anonymes, kooperatives Verfahren mit vier interdisziplinär zusammengesetzten Teams in Mehrfachbeauftragung durchgeführt.; Seinen kooperativen Charakter erhält das Planungslabor durch den Austausch der vier externen Teams mit verschiedenen regionalen Expert*innen in drei Veranstaltungen, die während des Prozesses in der Lausitz stattfinden. Diese dienen dem fachlichen Austausch und dem Abgleich der Entwurfsideen mit den regionalen Bedarfen und Wahrnehmungen.; Das Territorium der Lausitz liegt landesgrenzüberschreitend in Südbrandenburg und Ostsachsen und erstreckt sich mit rund 1,1 Mio. Einwohner*innen über sechs Landkreise (Dahme-Spreewald, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster in Brandenburg & Bautzen und Görlitz in Sachsen) sowie die kreisfreie Stadt Cottbus. Die Lausitz ist eine Region in Transformation. Nach einer ersten Welle des Strukturwandels in den 1990er Jahren erlebt die Region derzeit eine neue Dynamik der Veränderung, ausgelöst durch den geplanten Braunkohlenausstieg bis 2038. Die Bundesregierung hat, u. a. mit dem Strukturstärkungsgesetz 2020, Rahmenbedingungen für den Ausstieg aus der Braunkohle geschaffen, die den Kohleregionen die Chance für einen mittelfristig gestalteten regionalen Strukturwandel eröffnen. Damit sollen zukunftsfähige Raumstrukturen unterstützt und langfristig attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen entwickelt werden. Im Ergebnis könnten die Kohleregionen Vorreiter einer nachhaltigen Transformation sein.; Die Landesregierungen in Brandenburg und Sachsen sowie die Kommunen haben die Impulse seitens des Bundes aufgegriffen, landesbezogene Strategien erarbeitet und Institutionen für die Förderung des Strukturwandels in der Lausitz aufgebaut. Darüber hinaus wurden in den vergangenen drei Jahren zahlreiche Studien und Gutachten erarbeitet, die länderübergreifend unterschiedliche Aspekte des Strukturwandels und der regionalen Entwicklung der Lausitz erfassen. Die Braunkohle ist für einen zentralen Teil der Lausitzer Gesellschaft nicht nur die Grundlage wirtschaftlicher Wertschöpfungsketten und zahlreicher Arbeitsplätze, sondern auch regionaler Identifikationsanker. ; Der Strukturwandelprozess in der Lausitz wird in den Ländern durch die regionale Strukturpolitik gesteuert, aber berücksichtigt die räumliche Dimension des Strukturwandels nur unzureichend. Das Planungslabor möchte diese Lücke schließen und bestehende Ansätze zu einer integrativen gesamträumlichen Strategie weiterentwickeln. Dies erfolgt durch eine enge Verzahnung von Wissen und Perspektiven externer Teams mit den Kenntnissen und Erfahrungen von Expert*innen vor Ort. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) als Auftraggeber arbeitet hierzu in der Umsetzung eng mit den Akteuren der Landes- und Regionalplanung in Brandenburg und Sachsen zusammen, die als Beiratsmitglieder das Projekt fachlich begleiten. Diese sowie die Akteure der Strukturpolitik, der Kommunen und der Regionalentwicklung sind die Adressat*innen des Projekts.; Das Planungslabor ist Teil des Forschungsprojektes „Wissenschaftliche Unterstützung und Begleitung der Transformation in der Lausitz“ am IÖR. Es wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und am Interdisziplinären Zentrum für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau (IZS) durchgeführt. ; Ziel des Planungslabors ist es, visionäre Raumbilder für die Lausitz zu entwickeln. Zudem soll über die Visualisierung von Strategien eine Debatte über räumliche Qualitäten, die Rolle und Form von Verbindungen und Netzwerken, räumliche Skalen und teilräumliche Identitäten angestoßen werden, welche Ziele und Kriterien der räumlichen Entwicklung in den Blick nimmt. ; Auf Basis der Reflexion aktuell vorliegender Strategien und Pläne zur Entwicklung der Region gilt es dazu konkret; a) deren räumliche Folgen zu analysieren und zu bewerten ; b) daraus gesamträumliche Konzepte in Form von Raumbildern zu generieren bzw. weiterzuentwickeln, welche u. a. Potentialräume für unterschiedliche Funktionen und Nutzungen aufzeigen sowie den Umgang mit räumlichen Lücken in den Entwicklungsstrategien thematisieren, des Weiteren Möglichkeiten und Perspektiven eines ökologischen Wandels skizzieren und den Anforderungen und Rahmenbedingungen in der Strukturentwicklung gegenüberstellen; c) die gewonnenen Konzepte und Ansätze über teilräumliche und zeitliche (Lupen)Betrachtungen zu konkretisieren.; Von den Planungsteams werden die Darstellung der städtebaulichen Konzepte und Raumbilder über Strukturpläne, Piktogramme und Grafiken/atmosphärische Darstellungen auf 4 Blättern im Format DIN A0 Hoch erwartet, ergänzend ein Erläuterungsbericht im Umfang von ca 10-15 Seiten DIN A4, die Lieferung der Grafiken als separate Dateien sowie die Teilnahme an den Pflichtterminen. ; Die Erarbeitung der Raumbilder in den Büros wird wie oben beschrieben durch die Präsenz der Büros bei drei Veranstaltungen vor Ort in der Region Lausitz befördert. ; Die ausgewählten Teams erhalten als Aufwandsentschädigung jeweils ein Honorar in Höhe von 60.000 € brutto, unabhängig von der Zusammensetzung der Teams. In dieser Summe sind Reise- und Nebenkosten inbegriffen. Eine Vergabe von Preisen ist nicht vorgesehen. Ein weiteres Auftragsversprechen ist mit dem Verfahren nicht verbunden.; Redaktionsschluss für den Eingang von Rückfragen ist der 03.02.2021. Eingehende Rückfragen werden gesammelt und die Beantwortung in anonymisierter Form über die Online-Plattform https://www.evergabe.de zur Verfügung gestellt. ; Die Verfahrens- und Projektsprache ist Deutsch. ; Als Verfahrensgrundsätze gelten der Gleichbehandlungsgrundsatz, das Transparenzgebot und der Wettbewerbsgrundsatz.; Nähere Angaben sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.; Der Ort der Leistungserbringung im Formular bezeichnet den Ort der Durchführung des Forschungsprojektes.

  1. Görlitz Gottfried-Kiesow-Platz 1
    02628 Görlitz, Sachsen

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Bekanntmachungs-ID: 2839898

a) Zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle: Offizielle Bezeichnung: Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. (IÖR); Straße, Hausnummer: Weberplatz 1; Postleitzahl: 01217; Ort: Dresden; Land: Deutschland; Telefonnummer: +49 35146790; Fax: +49 3514679212; Internetadresse: www.ioer.de; Den Zuschlag erteilende Stelle: s.o.; Stelle, bei der die Angebote oder Teilnahmeanträge einzureichen sind: Offizielle Bezeichnung: KARO* architekten; Straße, Hausnummer: Pfaffendorfer Straße 26 b; Postleitzahl: 04105; Ort: Leipzig; Land: Deutschland; Telefonnummer: +49 3415641501; Fax: +49 3419610215
b) Vergabeart: Freihändige Vergabe mit Teilnahmewettbewerb
c) Form, in der Teilnahmeanträge oder Angebote einzureichen sind: Angebote können nur elektronisch abgegeben werden; Anschrift, an die die Angebote elektronisch zu übermitteln sind: www.evergabe.de
d) Art und Umfang der Leistung: Das Planungslabor wird als nicht-anonymes, kooperatives Verfahren mit vier interdisziplinär zusammengesetzten Teams in Mehrfachbeauftragung durchgeführt.
Seinen kooperativen Charakter erhält das Planungslabor durch den Austausch der vier externen Teams mit verschiedenen regionalen Expert*innen in drei Veranstaltungen, die während des Prozesses in der Lausitz stattfinden. Diese dienen dem fachlichen Austausch und dem Abgleich der Entwurfsideen mit den regionalen Bedarfen und Wahrnehmungen.

Das Territorium der Lausitz liegt landesgrenzüberschreitend in Südbrandenburg und Ostsachsen und erstreckt sich mit rund 1,1 Mio. Einwohner*innen über sechs Landkreise (Dahme-Spreewald, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster in Brandenburg & Bautzen und Görlitz in Sachsen) sowie die kreisfreie Stadt Cottbus. Die Lausitz ist eine Region in Transformation. Nach einer ersten Welle des Strukturwandels in den 1990er Jahren erlebt die Region derzeit eine neue Dynamik der Veränderung, ausgelöst durch den geplanten Braunkohlenausstieg bis 2038. Die Bundesregierung hat, u. a. mit dem Strukturstärkungsgesetz 2020, Rahmenbedingungen für den Ausstieg aus der Braunkohle geschaffen, die den Kohleregionen die Chance für einen mittelfristig gestalteten regionalen Strukturwandel eröffnen. Damit sollen zukunftsfähige Raumstrukturen unterstützt und langfristig attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen entwickelt werden. Im Ergebnis könnten die Kohleregionen Vorreiter einer nachhaltigen Transformation sein.

Die Landesregierungen in Brandenburg und Sachsen sowie die Kommunen haben die Impulse seitens des Bundes aufgegriffen, landesbezogene Strategien erarbeitet und Institutionen für die Förderung des Strukturwandels in der Lausitz aufgebaut. Darüber hinaus wurden in den vergangenen drei Jahren zahlreiche Studien und Gutachten erarbeitet, die länderübergreifend unterschiedliche Aspekte des Strukturwandels und der regionalen Entwicklung der Lausitz erfassen. Die Braunkohle ist für einen zentralen Teil der Lausitzer Gesellschaft nicht nur die Grundlage wirtschaftlicher Wertschöpfungsketten und zahlreicher Arbeitsplätze, sondern auch regionaler Identifikationsanker.
Der Strukturwandelprozess in der Lausitz wird in den Ländern durch die regionale Strukturpolitik gesteuert, aber berücksichtigt die räumliche Dimension des Strukturwandels nur unzureichend. Das Planungslabor möchte diese Lücke schließen und bestehende Ansätze zu einer integrativen gesamträumlichen Strategie weiterentwickeln. Dies erfolgt durch eine enge Verzahnung von Wissen und Perspektiven externer Teams mit den Kenntnissen und Erfahrungen von Expert*innen vor Ort. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) als Auftraggeber arbeitet hierzu in der Umsetzung eng mit den Akteuren der Landes- und Regionalplanung in Brandenburg und Sachsen zusammen, die als Beiratsmitglieder das Projekt fachlich begleiten. Diese sowie die Akteure der Strukturpolitik, der Kommunen und der Regionalentwicklung sind die Adressat*innen des Projekts.

Das Planungslabor ist Teil des Forschungsprojektes „Wissenschaftliche Unterstützung und Begleitung der Transformation in der Lausitz“ am IÖR. Es wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und am Interdisziplinären Zentrum für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau (IZS) durchgeführt.

Ziel des Planungslabors ist es, visionäre Raumbilder für die Lausitz zu entwickeln. Zudem soll über die Visualisierung von Strategien eine Debatte über räumliche Qualitäten, die Rolle und Form von Verbindungen und Netzwerken, räumliche Skalen und teilräumliche Identitäten angestoßen werden, welche Ziele und Kriterien der räumlichen Entwicklung in den Blick nimmt.

Auf Basis der Reflexion aktuell vorliegender Strategien und Pläne zur Entwicklung der Region gilt es dazu konkret
a) deren räumliche Folgen zu analysieren und zu bewerten
b) daraus gesamträumliche Konzepte in Form von Raumbildern zu generieren bzw. weiterzuentwickeln, welche u. a. Potentialräume für unterschiedliche Funktionen und Nutzungen aufzeigen sowie den Umgang mit räumlichen Lücken in den Entwicklungsstrategien thematisieren, des Weiteren Möglichkeiten und Perspektiven eines ökologischen Wandels skizzieren und den Anforderungen und Rahmenbedingungen in der Strukturentwicklung gegenüberstellen
c) die gewonnenen Konzepte und Ansätze über teilräumliche und zeitliche (Lupen)Betrachtungen zu konkretisieren.

Von den Planungsteams werden die Darstellung der städtebaulichen Konzepte und Raumbilder über Strukturpläne, Piktogramme und Grafiken/atmosphärische Darstellungen auf 4 Blättern im Format DIN A0 Hoch erwartet, ergänzend ein Erläuterungsbericht im Umfang von ca 10-15 Seiten DIN A4, die Lieferung der Grafiken als separate Dateien sowie die Teilnahme an den Pflichtterminen.
Die Erarbeitung der Raumbilder in den Büros wird wie oben beschrieben durch die Präsenz der Büros bei drei Veranstaltungen vor Ort in der Region Lausitz befördert.

Die ausgewählten Teams erhalten als Aufwandsentschädigung jeweils ein Honorar in Höhe von 60.000 € brutto, unabhängig von der Zusammensetzung der Teams. In dieser Summe sind Reise- und Nebenkosten inbegriffen. Eine Vergabe von Preisen ist nicht vorgesehen. Ein weiteres Auftragsversprechen ist mit dem Verfahren nicht verbunden.

Redaktionsschluss für den Eingang von Rückfragen ist der 03.02.2021. Eingehende Rückfragen werden gesammelt und die Beantwortung in anonymisierter Form über die Online-Plattform https://www.evergabe.de zur Verfügung gestellt.
Die Verfahrens- und Projektsprache ist Deutsch.
Als Verfahrensgrundsätze gelten der Gleichbehandlungsgrundsatz, das Transparenzgebot und der Wettbewerbsgrundsatz.
Nähere Angaben sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Der Ort der Leistungserbringung im Formular bezeichnet den Ort der Durchführung des Forschungsprojektes.; Orte der Leistungserbringung: Offizielle Bezeichnung: Interdisziplinäres Zentrum für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau (IZS); Straße, Hausnummer: Gottfried-Kiesow-Platz 1; Postleitzahl: 02628; Ort: Görlitz; Land: Deutschland
e) Ggf. Anzahl, Größe und Art der einzelnen Lose: entfällt, da keine losweise Vergabe
f) Nebenangebote sind nicht zugelassen
g) Ausführungsfrist: Beginn: 01.03.2021; Ende: 30.07.2021
h) Die Vergabeunterlagen werden auf der Vergabeplattform evergabe.de bereitgestellt.
i) Teilnahmefrist: 08.02.2021, 14:00 Uhr
j) Höhe etwa geforderter Sicherheitsleistungen: nicht angegeben
k) Wesentliche Zahlungsbedingungen oder Angabe der Unterlagen, in denen sie enthalten sind: nicht angegeben
l) Mit dem Angebot oder dem Teilnahmeantrag vorzulegenden Unterlagen, die die Auftraggeber für die Beurteilung der Eignung des Bewerbers oder Bieters verlangen: Teilnahmeberechtigung:
Zugelassen zur Teilnahme am Verfahren sind in den EWR-/WTO/GPA-Staaten ansässige Bewerber*innen bzw. Bewerbergemeinschaften aus natürlichen und juristischen Personen folgender Berufsgruppen: Stadt /Regionalplaner*innen und Architekt*innen mit Landschaftsarchitekt*innen, welche die fachlichen Anforderungen sowie die sonstigen Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Bei juristischen Personen muss der satzungsgemäße Geschäftszweck auf Planungsleistungen gerichtet sein, die der Planungsaufgabe entsprechen. Mindestens eine*r der Gesellschafter*innen oder der bevollmächtigten Vertreter*innen und der Verfasser*innen der Entwurfsarbeit muss die an natürliche Personen gestellten Anforderungen erfüllen.
Die Projektverantwortlichen müssen zur Führung der Berufsbezeichnung Stadt-/Regionalplaner*innen und Architekt*innen bzw. Landschaftsarchitekt*innen befugt sein. Ist die Berufsbezeichnung am jeweiligen Heimatstaat gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder einen sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung der Richtlinie 2013/55/EU entspricht.

Die Bildung von Bewerbergemeinschaften bzw. die Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen ist ausdrücklich erwünscht. Die Zusammenarbeit von Stadt-/Regionalplaner*innen bzw. Architekt*innen mit Landschaftsarchitekt*innen ist zwingend erforderlich, darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit Expert*innen auf dem Gebiet von Verkehrsplanung/Infrastruktur, nachhaltiger Entwicklung, ggf. Prozessgestaltung sowie Grafik und weiteren Fachrichtungen willkommen und vorteilhaft.

Teilnahmeantrag:
Das Formular für den Teilnahmeantrag ist als Teil der Verfahrensunterlagen über die Online-Plattform https://www.evergabe.de abrufbar.
Es ist zwingend zu verwenden und vollständig auszufüllen. Geforderte Nachweise/Erklärungen sind beizufügen, ein Fehlen führt zum Ausschluss vom Verfahren. Entsprechende Nachforderungen sind nur für den Fall vorgesehen, dass sich nicht die gewünschte Anzahl der Bewerber qualifiziert.

Bewerbergemeinschaften füllen einen gemeinsamen Teilnahmeantrag aus – bei separater Benennung der teilnehmenden Büros und Expert*innen – und legen gemeinsam insgesamt eine Darstellung des Teams, ein Motivationsschreiben sowie zwei Referenzprojekte vor. Der Teilnahmeantrag ist rechtsverbindlich zu unterschreiben. Alle Angaben im Antrag und Eigenerklärungen sind rechtsverbindliche Erklärungen des Bewerbers bzw. der Bewerbergemeinschaft.
Mehrfachbeteiligungen einzelner Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft sind unzulässig und führen zur Nichtberücksichtigung sämtlicher betroffener Bewerbergemeinschaften.
Formlose Bewerbungen und nicht rechtskräftig unterschriebene sowie nicht fristgerecht eingegangene Teilnahmeanträge führen zum Ausschluss der Bewerbung.
Im Rahmen des vorliegenden Teilnahmewettbewerbs werden die Teilnahmevoraussetzungen geprüft und anhand von definierten Auswahlkriterien vier Teilnehmer ausgewählt.

Folgende Unterlagen sind erforderlich:
Nachweise/Erklärungen für alle Mitglieder der Bewerbergemeinschaft (Ausschlusskriterien)
• Nachweis der geforderten beruflichen Qualifikation der projektverantwortlichen Stadt-/Regionalplaner*innen, Architekt*innen, Landschaftsarchitekt*innen
(z. B. Kammereintrag) als Mindestanforderung an die Eignung
• Nachweis der beruflichen Qualifikation der weiteren Expert*innen (Diplom, Prüfungszeugnis o. ä. – jedoch nur, sofern sie bei der Bewertung der
Auswahlkriterien Berücksichtigung finden sollen
• Nachweis/Erklärung zur Berufshaftpflichtversicherung der projektverantwortlichen Stadt-/Regionalplaner*innen, Architekt*innen, Landschaftsarchitekt*innen
• Nachweis der Unterschriftenberechtigung bei juristischen Personen
• Eigenerklärung zur Eignung

Nachweise/Erklärungen für die Bewerbergemeinschaft gesamt (Auswahlkriterien)
• Darstellung des Teams (max. drei Seiten DIN A4)
• Motivationsschreiben unter Berücksichtigung der in den Vergabeunterlagen genannten Leitfragen (max. drei Seiten DIN A4)
• Zwei Referenzen (pro Referenz max. zwei Blatt DIN A3) inkl. textlichen Angaben
zu Komplexität und Vergleichbarkeit der Aufgabenstellung, Nachhaltigkeit und Innovation der jeweils vorgestellten Referenz
 (Abschluss einer Planung mit raumwissenschaftlichem/raumplanerischem Schwerpunkt und ähnlicher Komplexität/Vergleichbarkeit der Aufgabenstellung (auch: eigenständige Abwicklung eines solchen Projekts als verantwortlicher Projektleiter in einem anderen Büro)
oder 
Erfolgreiche Teilnahme bei einem städtebaulich-raumplanerischen Wettbewerb (auch: nachgewiesene Mitarbeit bei einem solchen Wettbewerb in einem anderen Büro)
oder
 Auszeichnung eines städtebaulichen oder raumplanerischen Projekts mit einem von Städten, Stiftungen, Kulturinstitutionen oder Architektenverbänden ausgelobten Städtebaupreis.

Weitere Unterlagen fließen nicht in die Bewertung ein.

Die Bewertung erfolgt nach Punktesystem und Wichtung. Die Kriterien dienen der Differenzierung des Teilnehmer*innenkreises bei einer großen Teamzahl. Ausgewählt werden die Teams mit der höchsten Punktezahl im Ranking. Bei gleicher Punktzahl erfolgt die Auswahl durch Losentscheid. Es werden drei Nachrückerteams bestimmt.
 Die Punktebewertung ist dem Teilnahmeantrag zu entnehmen. Die Kriterien werden wie folgt gewichtet:
Darstellung des Teams: Zusammensetzung der Disziplinen/Qualifikationen, geplante Zusammenarbeit 30%,
Darstellung der Motivation: Aufgabenverständnis, Beantwortung der Leitfragen 30%,
Referenzen: Komplexität und Vergleichbarkeit der Aufgabenstellung, Nachhaltigkeit und Innovation, Gesamteindruck 40%

Nähere Angaben sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
m) Kosten für Vervielfältigungen der Vergabeunterlagen: entfällt
n) Angabe der Zuschlagskriterien, sofern diese nicht in den Vergabeunterlagen genannt werden: entfällt, siehe Vergabeunterlagen

Veröffentlichung der Bekanntmachung auf evergabe.de vom 13.01.2021 bis 08.02.2021

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