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Erster Halbjahresbericht zur Vergabestatistik

Seit dem 1. Oktober 2020 sind nationale und EU-weite Vergaben öffentlicher Aufträge an die neue bundesweite Vergabestatistik zu melden. Diese wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durch das Statistischen Bundesamt betrieben. Für Vergabeverfahren mit einem Auftragswert ab Erreichen der EU-Schwellenwerte wird darin auch erstmals erfasst, ob nachhaltige Kriterien bei der Leistungsbeschreibung, der Eignung, den Zuschlagskriterien oder den Ausführungsbedingungen berücksichtigt wurden. Bei nationalen Vergaben erfolgt zumindest eine Abfrage, ob Nachhaltigkeitskriterien in dem Vergabeverfahren insgesamt berücksichtigt wurden.

Die von den einzelnen Berichtsstellen gemeldeten Daten werden durch das Statistische Bundesamt erfasst, plausibilisiert, analysiert und ausgewertet. Da nach erfolgter Zuschlagserteilung eine Frist von 60 Tagen für die Meldung an das Statistische Bundesamt gilt und weitere Zeit für Analyse und Auswertung benötigt wird, dürften erste aussagekräftige Datensätze zur Vergabestatistik im Allgemeinen und zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsgesichtspunkten im Besonderen im zweiten Halbjahr 2021 zu erwarten sein.

Dies ergab die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

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