Das Gemeinsame Vokabular für öffentliche Aufträge (Common Procurement Vocabulary – CPV) zur Beschreibung des Auftragsgegenstandes schafft eine einheitliche Klassifikation für öffentliche Aufträge in der Europäischen Union.

Das CPV besteht aus einem Hauptteil und einem Zusatzteil.

Dem Hauptteil liegt eine Baumstruktur mit Codes aus maximal neun Ziffern zugrunde, denen jeweils eine Bezeichnung zugeordnet ist, die Lieferungen, Arbeiten oder Dienstleistungen, die Auftragsgegenstand sind, beschreibt.

Der numerische Code umfasst acht Ziffern und ist unterteilt in:

  • Abteilungen, die durch die beiden ersten Ziffern des Codes bezeichnet werden (XX000000-Y),
  • Gruppen, die durch die drei ersten Ziffern des Codes bezeichnet werden (XXX00000-Y),
  • Klassen, die durch die vier ersten Ziffern des Codes bezeichnet werden (XXXX0000-Y),
  • Kategorien, die durch die fünf ersten Ziffern des Codes bezeichnet werden (XXXXX000-Y).

Jede der drei letzten Ziffern eines Codes entspricht einer weiteren Präzisierung innerhalb der einzelnen Kategorie. Eine neunte Ziffer dient zur Überprüfung der vorausgehenden Ziffern.

Der Zusatzteil kann verwendet werden, um die Beschreibung des Auftragsgegenstands zu ergänzen. Die Einträge bestehen aus einem alphanumerischen Code und einer zugehörigen Bezeichnung, mit der die Eigenschaften oder die Zweckbestimmung des zu erwerbenden Gutes weiter präzisiert werden können.

Der alphanumerische Code umfasst:

  • eine erste Ebene, die aus einem Buchstaben besteht, der einem Abschnitt entspricht,
  • eine zweite Ebene, die aus einem Buchstaben besteht, der einer Gruppe entspricht,
  • eine dritte Ebene, die aus drei Ziffern besteht, die Unterabteilungen entsprechen.

Die letzte Ziffer dient zur Überprüfung der vorausgehenden Ziffern.


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