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Eine Mischkalkulation liegt vor, wenn der Bieter Einheitspreise für bestimmte Positionen bewusst zu niedrig ansetzt und dafür Preise anderer Positionen erhöht. Ein solches Vorgehen kann dazu dienen, durch zu hohe Auspreisung zu Beginn anfallender Arbeiten hohe Abschlagsrechnungen zu kassieren. Ferner kann auf das Nachtragspotential einzelner Positionen „spekuliert“ und diese hoch ausgepreist werden, um hierdurch den Gewinn am Gesamtbauvorhaben zu erhöhen. Um die Chance der Auftragserteilung zu wahren, müssen andere Einheitspreise (ohne Nachtragspotential) herabgesetzt werden. Ein solches Vorgehen ist unzulässig. Bieter, die Mischkalkulationen anbieten, sind zwingend auszuschließen. Spekulationspreise sind hingegen grundsätzlich zulässig, auch wenn sie Nullpreise oder gar Negativpreise darstellen.


Glossar (Lexikon)

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