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Der öffentliche Auftraggeber hat grundsätzlich im Wege der öffentlichen Ausschreibung zu vergeben, sofern nicht ein begründeter Ausnahmefall vorliegt (Vgl. § 3 Abs. 2 VOL/A). Daher ist die Freihändige Vergabe nur unter den Bedingungen des § 3 Abs. 5 VOL/A zulässig. Diese Kataloge sind jeweils abschließend. Als wettbewerbsbeschränkende Ausnahmen sind die Tatbestände restriktiv auszulegen. Im Vergabevermerk ist die Entscheidung über die Vergabeart ausführlich zu begründen. Dazu muss u. a. der entsprechende Paragraph genannt und eine nachvollziehbare und einzelfallbezogene Begründung gefertigt werden.

Bei der Freihändigen Vergabe (oberhalb der europäischen Schwellenwerte Verhandlungsverfahren genannt) wenden sich die Auftraggeber mit oder auch ohne Teilnahmewettbewerb grundsätzlich an mehrere ausgewählte Unternehmen, um mit einem oder mehreren über die Auftragsbedingungen zu verhandeln (§ 3 Abs. 1 S. 3 VOL/A). Es werden direkt ausgewählte Unternehmen zur Angebotsabgabe aufgefordert, wobei sich die Aufforderung an mindestens drei Unternehmen richten soll, um ein Mindestmaß an Wettbewerb zu gewährleisten.


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