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Verhandlungsvergabe

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Was versteht man unter Verhandlungsvergabe?

Die Verhandlungsvergabe ist das Pendant zum Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Liefer- und Dienstleistungen im Unterschwellenbereich nach der Unterschwellenvergabeordnung (UVgO). Bei Einführung der UVgO wurden die Verfahren im Ober- und Unterschwellenbereich angeglichen, so dass für die öffentlichen Auftraggeber und für die Auftragnehmer eine Vereinheitlichung und Vereinfachung des Vergaberechts erreicht wurde.

Die Verhandlungsvergabe ersetzt die Freihändige Vergabe gemäß der VOL/A, welche nach wie vor in einigen Bundesländern zur Anwendung vorgeschrieben ist. Diese begriffliche Änderung soll die Parallele zum Verhandlungsverfahren betonen. Auch bei einer Verhandlungsvergabe wendet sich der öffentliche Auftraggeber an ausgewählte Unternehmen, um mit einem oder mehreren dieser Unternehmen über das oder die Angebote zu verhandeln; auch hier ist die Durchführung eines Teilnahmewettbewerbs möglich.


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Weiterführende Informationen zu Verhandlungsvergabe

Die Zulässigkeit einer Verhandlungsvergabe setzt das Vorliegen eines Ausnahmetatbestandes gemäß § 8 Abs. 4 UVgO voraus. § 12 UVgO regelt Inhalt und Ablauf einer Verhandlungsvergabe. Zu beachten ist unbedingt, dass die allgemeinen vergaberechtlichen Grundsätze (Wettbewerbs-, Transparenz- und Gleichbehandlungsgebot) im Rahmen einer Verhandlungsvergabe etwas in den Hintergrund, sie sind jedoch nicht gänzlich aufgehoben.

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