Was ist die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen?
Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) ist ein von 197 Vertragsparteien unterzeichnetes globales Klimaschutzabkommen. Mit der UNFCCC ist somit eine völkerrechtliche Basis für den globalen Klimaschutz geschaffen und erkennt die weltweiten Klimaänderungen als ernstes Problem an. Deshalb sehen sich alle beteiligten Staaten zum Handeln verpflichtet. Ein wichtiger Vermerk der Vereinbarung ist, dass alle beteiligten Staaten gemeinsam die Treibhausgase minimieren. Dies passiert aber im Sinne der möglichen Verantwortung sowie Kapazitäten.
Grundprinzipien der UNFCCC
Die Klimarahmenkonvention erkennt an, dass der Klimawandel überwiegend durch menschliche Aktivitäten verursacht wird, insbesondere durch den Ausstoß von Treibhausgasen. Ein zentrales Leitprinzip ist die „gemeinsame, aber unterschiedliche Verantwortung“. Das bedeutet: Alle Staaten sind grundsätzlich zum Klimaschutz verpflichtet, jedoch entsprechend ihrer historischen Verantwortung für Emissionen sowie ihrer wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten. Industrieländer übernehmen dabei eine besondere Vorreiterrolle, während Entwicklungs- und Schwellenländer stärker unterstützt werden sollen.
Ziel der Klimarahmenkonvention
Das übergeordnete Ziel der UNFCCC ist die Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre auf einem Niveau, das eine gefährliche Störung des Klimasystems verhindert. Dadurch soll sichergestellt werden, dass sich Ökosysteme auf natürliche Weise an den Klimawandel anpassen können, die Nahrungsmittelproduktion nicht gefährdet wird und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung möglich bleibt. Die Konvention selbst legt noch keine konkreten Reduktionsziele fest, sondern bildet den Rahmen für weiterführende Abkommen wie das Kyoto-Protokoll und das Pariser Abkommen.
Berichtserstattung der Staaten
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Berichtserstattung der Staaten über ihre Treibhausgas-Emissionen. Dazu gehören ebenfalls die geplanten Minderungsmaßnahmen. Deutschland ist seit 1994 Vertragsstaat der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen und ist demnach verpflichtet Inventare zu nationalen Treibhausgas-Emissionen zu erstellen, zu veröffentlichen und regelmäßig fortzuschreiben. Deshalb wird jährlich ein nationaler Inventarbericht sowie alle vier Jahre einen Nationalbericht erstellt. Diesen ergänzt man mit den Treibhausgas-Emissionen und Trends durch nationale Maßnahmen zum Klimaschutz.
Neben diesen Berichten wird zusätzlich alle zwei Jahre eine Zusammenfassung der Klimaschutzberichte zusammen. Weitere Informationen findest Du beim Umweltbundesamt.
Bedeutung für den Klimaschutz
Die UNFCCC bildet das Fundament der internationalen Klimapolitik. Sie schafft Verbindlichkeit, Vergleichbarkeit und Transparenz und stellt ein dauerhaftes Forum für Verhandlungen bereit, etwa im Rahmen der jährlichen Weltklimakonferenzen (COP). Auch wenn sie selbst keine konkreten Minderungsquoten vorgibt, ist sie die unverzichtbare Grundlage für alle späteren, ambitionierteren Klimaschutzabkommen und damit ein zentraler Pfeiler des globalen Klimaschutzes.