Gemäß § 160 Abs. 3 GWB sind bereits im Vergabeverfahren erkannte Verstöße gegen Vorschriften des Vergaberechts innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen zu rügen. Für die Rüge schreibt § 160 Abs. 3 GWB keine besondere Form vor; grundsätzlich sind daher auch telefonische Rügen ausreichend. Die Rüge kann auch per Fax eingelegt werden. Es ergibt sich weder aus dem Wortlaut des § 160 Abs. 3 GWB noch aus Sinn und Zweck der Vorschrift, dass die Rüge immer schriftlich erfolgen muss. Wenn sie unbestritten mündlich gegenüber Vertretern des Auftraggebers erfolgt, die in der Lage sind, die Beanstandungen auszuräumen, ist das ausreichend. Rügt ein Antragsteller mittels E-Mail Vergaberechtsverstöße, kann der Nachprüfungsantrag in zulässiger Weise hierauf gestützt werden.


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