Beim Pauschalpreisvertrag richtet sich die Abrechnung nicht nach den mit den Vordersätzen multiplizierten Einheitspreisen, sondern ist auf einen bestimmten Betrag pauschaliert. Dies ist eine übliche Vertragsform und grundsätzlich zulässig. Wird von einem Bieter jedoch – anders als in den Ausschreibungsunterlagen angegeben – ein Pauschalpreis angeboten, so beinhaltet dies keine technisch vom Leistungsverzeichnis abweichende Lösung, sondern vielmehr eine Abweichung hinsichtlich des Bauvertragstyps: Angebot eines Pauschalvertrages statt eines Einheitspreisvertrages. Der Sache nach handelt es sich um ein Nebenangebot. Sofern Nebenangebote nicht zugelassen waren, ist es auszuschließen. Wurde kein (anderes) Hauptangebot (mit Einheitspreisen) abgegeben, so fehlen wesentliche Preisangaben und der Bieter ist insgesamt auszuschließen.


Zur Liste aller Begriffe

Ein Produkt der SDV Vergabe GmbH

nach oben