Bei dem Angebot eines Bieters handelt es sich um eine bürgerlich-rechtliche empfangsbedürftige Willenserklärung, die nach den §§ 133 , 157 BGB unter Berücksichtigung der von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze auszulegen ist. Bei der Ermittlung des Inhaltes ist nicht am Wortlaut zu haften. Vielmehr sind empfangsbedürftige Willenserklärungen so auszulegen, wie sie der Erklärungsempfänger nach Treu und Glauben unter Berücksichtigung der Verkehrssitte verstehen muss. Damit ist klar, dass es im Vergabeverfahren keine Abweichungen gegenüber den zivilrechtlichen Begriffen von Angebot und Annahme gibt. Freilich sind bei der Auslegung der Erklärung nach dem objektiven Empfängerhorizont die „Besonderheiten des Vergaberechts“ zu beachten.


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