§ 10 Abs. 1 VOB/A  und § 10 Abs. 1 EU VOB/A definieren die Angebotsfrist als Frist für die Einreichung bzw. den Eingang der Angebote. Oberhalb der Schwellenwerte gilt gemäß § 15 VgV im offenen Verfahren eine 35tägige Angebotsfrist ab dem Tag der Absendung der Bekanntmachung.

Unterhalb der Schwellenwerte ist nach § 10 Abs. 1 VOB/A  resp. VOL/A für die Bearbeitung und Einreichung der Angebote eine ausreichende Angebotsfrist vorzusehen. In § 10 Abs. 1 S. 1 VOB/A ist geregelt, dass die Frist auch bei Dringlichkeit nicht unter 10 Kalendertagen liegen darf.

Das Gebot der Formstrenge gebietet es, Angebote, die verspätet eingegangen sind, von der Wertung auszuschließen. Dies gilt auch, wenn ein Bieter zwar fristgerecht ein Angebotsanschreiben einreicht, wesentliche Bestandteile wie z. B. die ausgefüllten Verdingungsunterlagen aber erst verspätet folgen.

 


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