In zweistufigen Vergabeverfahren enthält die Bekanntmachung nicht die Aufforderung zur Einreichung von Angeboten, sondern lediglich die Aufforderung zur Einreichung von Teilnahmeanträgen.

Der Teilnahmewettbewerb dient dazu, die Zahl der Bieter zu reduzieren, die anschließend zur Abgabe eines Angebots aufgefordert werden. Dazu prüft der Auftraggeber die Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Gesetzestreue der Bewerber, dies entspricht der Eignungsprüfung im einstufigen Verfahren.
Die zweite Verfahrensstufe umfasst die Aufforderung zur Abgabe eines Angebots, die Einreichung des Angebots seitens der zuvor ausgewählten Bieter und letztlich die Angebotsprüfung und Zuschlagserteilung durch den Auftraggeber.

Das zweistufige Vergabeverfahren findet bei jenen Vergabearten Anwendung, bei denen ein vorgeschalteter Teilnahmewettbewerb üblich ist. Im nationalen Vergaberecht sind dies die Beschränkte Ausschreibung und die Freihändige Vergabe. Im europäischen Vergaberecht zählen das Nicht-Offene Verfahren, das Verhandlungsverfahren und der Wettbewerbliche Dialog dazu.


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