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Unterschwellenvergabeordnung (UVgO)

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Was ist die Unterschwellenvergabeordnung?

Die Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) ist eine Regelung für die Vergabe von Liefer- und Dienstleistungen unterhalb der EU- Schwellenwerte. Dies ist im § 106 GWB festgeschrieben. Dort, wo sie anwendbar ist, ersetzt die Unterschwellenvergabeordnung die Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen – Teil A (VOL/A).

Sie wird auch Verfahrensordnung für die Vergabe öffentlicher Liefer- und Dienstleistungsaufträge unterhalb der EU-Schwellenwerte genannt und hat die Qualität einer Verwaltungsvorschrift. Weiteres zum nationalen Vergaberecht >>


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Die zulässigen Verfahrensarten der UVgO

Die zulässigen Verfahrensarten sind gemäß § 8 Abs. 1 UVgO

  • die Öffentliche Ausschreibung
  • die Beschränkte Ausschreibung mit oder ohne Teilnahmewettbewerb und
  • die Verhandlungsvergabe mit oder ohne Teilnahmewettbewerb.

Dabei stehen dem Auftraggeber nur die Öffentliche Ausschreibung und die Beschränkte Ausschreibung (mit oder ohne Teilnahmewettbewerb) nach eigener Wahl zur Verfügung. Die anderen Verfahrensarten sind nur zulässig, soweit sie das Gesetz gestattet. Die Verhandlungsvergabe löst an dieser Stelle die Freihändige Vergabe ab.


Liefer- und Dienstleistungen mit UVgO ausschreiben

Liegt der geschätzten Nettoauftragswert im Unterschwellenbereich werden Liefer- und Dienstleistungen nach der Unterschwellenvergabeordnung ausgeschrieben.


Weiterführende Informationen zur Unterschwellenvergabeordnung

Die Unterschwellenvergabeordnung trat durch die Neufassung der Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zu § 55 der Bundeshaushaltsordnung bzw. für die Länder durch die entsprechenden landesrechtlichen Regelungen in Kraft.

Einen solchen Anwendungsbefehl zur Einführung der UVgO erließen bisher die Bundesländer Hamburg, Bremen, Bayern, Saarland, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Thüringen, Berlin, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Die letzen Bundesländer werden sukzessive folgen. Dies führt dazu, dass hier die Unterschwellenvergabeordnung nur bei der Auftragsvergabe durch Bundesbehörden anzuwenden ist. Vergabestellen des jeweiligen Bundeslandes schreiben Liefer- und Dienstleistungsaufträge weiterhin nach der VOL/A aus.


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