Was versteht man unter Dekarbonisierung?
Unter dem Begriff Dekarbonisierung oder auch Entkarbonisierung versteht man die den Verzicht oder Reduktion von CO2 verursachenden Technologien und stellen somit Maßnahmen für den Klimaschutz dar.
Für die Energiegewinnung genutzter fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdgas und Öl) erzeugen hohe Mengen an CO2, welche in die Atmosphäre abgestoßen werden und somit den Treibhauseffekt verstärken. Bei den Maßnahmen zur Dekarbonisierung ist der Einsatz erneuerbarer Energien wie Wind, Sonne und Biomasse notwendig, um die CO2-Emissionen zu reduzieren und langfristig sogar klimaneutral zu werden. Neue Technologien sollen helfen, langfristig CO2-Emissionen zu reduzieren. Ein Beispiel ist der Einsatz von grünem Wasserstoff, welcher die Energiegewinnung durch Erdgas ersetzen soll.
Dekarbonisierung und Defossilisierung
Für Dekarbonisierung wird oftmals der Begriff Defossilisierung als Synonym verwendet. Dieser bedeutet allerdings den Ersatz oder Austausch fossiler Brennstoffe gegen Green Fuels.
Weitere Informationen zu Maßnahmen der Dekarbonisierung findest du beim Umweltbundesamt.
Herausforderungen und Kernstrategien
Was sind die wesentlichen Strategien zur Dekarbonisierung? Die Hauptursache für die hohen CO2-Emissionen liegt in der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen (Kohle, Erdgas und Öl), welche große Mengen an CO2 in die Atmosphäre freisetzen und den Treibhauseffekt verstärken. Die Dekarbonisierung basiert auf drei Kernstrategien, die ineinandergreifen:
Energieeffizienzsteigerung: Dies bedeutet die Reduktion des absoluten Energieverbrauchs in allen Sektoren, beispielsweise durch bessere Isolierung von Gebäuden oder effizientere Produktionsprozesse in der Industrie.
Elektrifizierung: Der verstärkte Einsatz von Strom als Energiequelle, insbesondere in den Bereichen Mobilität (E-Mobilität) und Wärme (Wärmepumpen).
Substitution: Die Maßnahmen zur Dekarbonisierung erfordern den konsequenten Einsatz erneuerbarer Energien wie Wind, Sonne und Biomasse, um die CO2-Emissionen der Elektrizitätswirtschaft zu senken und langfristig eine klimaneutrale Stromversorgung zu gewährleisten.
Zusätzlich spielen neue Technologien eine Rolle, um langfristig CO2-Emissionen zu reduzieren. Ein Beispiel ist der Einsatz von grünem Wasserstoff, welcher durch Elektrolyse mittels erneuerbarer Energien gewonnen wird und somit klimaneutral ist. Dieser soll Erdgas in Prozessen ersetzen, die sich schwer elektrifizieren lassen, wie bestimmte industrielle Hochtemperaturverfahren.
Dekarbonisierung und Defossilisierung im Kontext
Wie grenzen sich die Begriffe Dekarbonisierung und Defossilisierung voneinander ab? Für Dekarbonisierung wird oftmals der Begriff Defossilisierung als Synonym verwendet. Dieser bedeutet allerdings enger gefasst den Ersatz oder Austausch fossiler Brennstoffe (wie Kohle und Öl) gegen Green Fuels (wie grüner Wasserstoff oder Bio-Methanol). Defossilisierung ist somit eine wesentliche Teilstruktur der umfassenderen Dekarbonisierung.
Die Dekarbonisierung betrachtet das gesamte Spektrum der Treibhausgasemissionen und -reduktionen über alle Sektoren hinweg. Dies schließt auch Verfahren zur CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS) oder zur CO2-Abscheidung und -Nutzung (CCU) mit ein, die in schwer dekarbonisierbaren Sektoren wie der Zement- oder Stahlproduktion Anwendung finden können, um restliche Emissionen zu kompensieren und das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen.