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EU-Schwellenwerte

Was sind EU-Schwellenwerte?

EU-Schwellenwerte bezeichnen bestimmte Auftragswerte, ab denen öffentliche Auftraggeber eine Ausschreibung europaweit ausschreiben müssen. Das EU-Vergaberecht ist in Deutschland im Vierten Teil des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) sowie in verschiedenen Vergabeverordnungen (u. a. Vergabeverordnung – VgVSektorenverordnung – SektVOKonzessionsvergabeverordnung – KonzVgV) umgesetzt. Ob es überhaupt anzuwenden ist, ist abhängig davon, ob der Nettoauftragswert der Ausschreibung den jeweiligen sogenannten Schwellenwert erreicht oder überschreitet.

Die EU-Schwellenwerte sind in unserem Vergabemanagementsystem AI Vergabemanager hinterlegt und werden bei der vorgeschlagenen Verfahrensart berücksichtigt.                   

Weiterführende Informationen zu EU-Schwellenwerte

In einem Turnus von zwei Jahren wird von der EU-Kommission die Höhe der Schwellenwerte für die Anwendung des EU-Vergaberechts überprüft. Am 18.12.2017 wurden die Durchführungsverordnungen veröffentlicht, mit der diese Änderungen mit Wirkung zum 01.01.2018 vollzogen wurden. Darin sind die Schwellenwerte wie folgt festgesetzt:

  • für Liefer- und Dienstleistungsaufträge Oberer und Oberster Bundesbehörden: 144.000 Euro (bisher 135.000 Euro),
  • für Liefer- und Dienstleistungsaufträge sonstiger öffentlicher Auftraggeber: 221.000 Euro (bisher 209.000 Euro),
  • für Liefer- und Dienstleistungsaufträge von Sektorenauftraggebern: 443.000 Euro (bisher 418.000 Euro),
  • für Bauaufträge: 5.548.000 Euro (bisher 5.225.000 Euro),
  • für Konzessionsvergaben: 5.548.000 Euro (bisher 5.225.000 Euro).

Am 29.12.2017 wurden die neuen Schwellenwerte vom BMWi im Bundesanzeiger (deklaratorisch) veröffentlicht, zu finden unter BAnz AT 29.12.2017 B1.

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