Was ist die VEBEG?

Die Vebeg GmbH (Eigenschreibweise VEBEG) ist eine bundeseigene Treuhandgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie wurde 1951 gegründet und ist auf die Verwertung von nicht mehr benötigten Vermögenswerten des Bundes sowie anderer öffentlicher Auftraggeber spezialisiert. Die Abkürzung VEBEG stand ursprünglich für „Verwertungsgesellschaft für besatzungseigene Güter“, wird heute aber ausschließlich als Firmenname verwendet.

Ziel der VEBEG ist es, gebrauchte Güter aus öffentlichem Eigentum wirtschaftlich zu vermarkten. Das Unternehmen handelt dabei auf Grundlage der Bundeshaushaltsordnung (BHO), die eine transparente und gesetzeskonforme Verwertung öffentlicher Sachwerte verlangt.

Welche Aufgaben übernimmt die VEBEG?

Die Kernaufgabe der VEBEG besteht darin, ausgemusterte oder nicht mehr benötigte Güter im Auftrag von Bundesbehörden zu verkaufen. Dazu zählen unter anderem Fahrzeuge, Maschinen, Ausstattungen, technische Geräte oder sonstige Ausrüstungsgegenstände. Der Verkauf erfolgt entweder über eine öffentliche Ausschreibung oder über digitale Auktionen. In beiden Fällen erhält das wirtschaftlich günstigste Angebot den Zuschlag.

Neben der eigentlichen Verwertung übernimmt die VEBEG auch unterstützende Aufgaben für die abgebenden Stellen. Dazu gehören die Wertermittlung der Güter, die Erstellung von Angebotsunterlagen, die Organisation des Verfahrens sowie das Mahnwesen und Forderungsmanagement. Damit entlastet die VEBEG mehrere tausend Dienststellen im gesamten Bundesgebiet.

Besondere Relevanz: Verwertung von Bundeswehrmaterial

Ein großer Teil des verwerteten Materials stammt aus den Beständen der Bundeswehr. Dabei handelt es sich ausschließlich um friedlich nutzbare Ausrüstung, da Kriegswaffen grundsätzlich vom Verkauf ausgeschlossen sind. Angeboten werden beispielsweise Lastkraftwagen, Geländefahrzeuge, technische Ausrüstungen, Ersatzteile, Werkzeuge und Bekleidung. Auch ausgemusterte Boote oder Luftfahrzeuge können im Einzelfall zur Auktion kommen.

Die VEBEG sorgt dafür, dass diese Güter einem sinnvollen wirtschaftlichen Zweitnutzen zugeführt werden, sei es durch Wiederverwendung, Ersatzteilgewinnung oder Recycling. Die Käuferschaft ist breit gefächert und reicht von kleinen Handwerksbetrieben über spezialisierte Händler bis hin zu internationalen Unternehmen. Rund 20 Prozent der verkauften Güter gehen in den Export.

Wie funktioniert die Teilnahme an VEBEG-Verfahren?

Interessierte Unternehmen oder Privatpersonen können sich direkt auf der Website der VEBEG registrieren. Dort finden sich tagesaktuelle Ausschreibungen, Auktionsangebote und Informationen zu den jeweiligen Teilnahmebedingungen. Die Plattform ist übersichtlich aufgebaut und ermöglicht eine digitale Angebotsabgabe inklusive automatischer Benachrichtigung bei Zuschlag oder Ablehnung.

 
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