Ausführungsfristen für die zu vergebende Leistung sind nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 VOB/A resp. VOL/A ausreichend zu bemessen. Ob eine konkrete Frist ausreichend ist, beurteilt sich nach den Umständen des jeweiligen Einzelfalles. Als Vertragsfristen (i. S. v. § 5 Abs. 1 VOB/B) sollen nur besonders wichtige Einzelfristen ausbedungen werden. Dies korrespondiert mit § 9a VOB/A  resp. VOL/A, der Vertragsstrafen nur vorsieht, wenn bei Überschreitung einer (Vertrags-)Frist erhebliche Nachteile drohen. Insgesamt ist der öffentliche Auftraggeber also gehalten, mit der Ausübung von (zeitlichem) Druck auf den Bieter bzw. Auftragnehmer behutsam umzugehen, seine Machtposition also nicht auszunutzen.


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