Was versteht man unter einer Ausschreibungssoftware?
Die Ausschreibungssoftware ist ein Synonym für AVA-Software – Eine Software, die hauptsächlich im Bauwesen verwendet wird und das Prozessverfahren zwischen Ausschreibungen, Vergabe und Abrechnungen unterstützt. Diese Programme ermöglichen es, Leistungsbeschreibungen für Bauvorhaben zu erstellen, Angebote verschiedener Bieter im Vergabeprozess miteinander zu vergleichen und die Leistungen nach erfolgreicher Vergabe abzurechnen. Daher bedeutet die Abkürzung AVA ausgeschrieben Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung.
Funktionen einer Ausschreibungssoftware
Kostenermittlung:
Erstellung von Kostenübersichten in verschiedenen Detaillierungsstufen, von groben Durchschnittswerten bis hin zu präzisen Kostenschätzungen.Leistungsverzeichnisse:
Erstellung von detaillierten Ausschreibungstexten, die Teilleistungen eines Projekts beschreiben. Nutzung von GAEB-Schnittstellen zur genauen Abgrenzung und Darstellung der Leistungen.Angebotsprüfung:
Automatisierter Abgleich eingehender Angebote mit den Vorgaben des Leistungsverzeichnisses, inklusive Identifikation von Unstimmigkeiten.Bieterbewertung:
Unterstützung bei der Auswahl eines geeigneten Bieters basierend auf den geprüften Angeboten.Abrechnung:
Durchführung der abschließenden Abrechnung, um den gesamten Ausschreibungsprozess zu dokumentieren und abzuschließen.
Der Einsatz einer Ausschreibungssoftware bietet also zahlreiche Vorteile. Architekten und Ingenieure können Leistungen übersichtlich darstellen und Teillose hierarchisch strukturieren, was die Kostenermittlung sowie die Erstellung von Leistungsbeschreibungen deutlich erleichtert. Zudem sparen automatisierte Funktionen wie Kalkulationen, Textbausteine und Exportmöglichkeiten Zeit, minimieren Fehler und verbessern die Verständlichkeit für Bauherren. Dadurch wird die Kommunikation und Wettbewerbsposition gestärkt.
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Erweiterte Vorteile und praktische Relevanz
Über die genannten Funktionen hinaus ermöglicht eine Ausschreibungssoftware eine effizientere Projektkoordination, da alle Beteiligten jederzeit auf aktuelle Versionen von Leistungsverzeichnissen, Kalkulationen und Angebotsunterlagen zugreifen können. Dies reduziert Rückfragen, fördert klare Abläufe und unterstützt eine konsistente Projektführung. Zusätzlich profitieren Auftraggeber von einer besseren Vergleichbarkeit der Angebote, da die Struktur des Leistungsverzeichnisses eine einheitliche Bewertung erleichtert.
Moderne Systeme bieten außerdem Versionierung, Historienfunktionen sowie automatisierte Prüfmechanismen, die helfen, formale Fehler frühzeitig zu erkennen. Auch Schnittstellen zu Vergabeplattformen und digitalen Vergabemanagementsystemen erleichtern den Übergang vom Planungs- zum Vergabeschritt erheblich.