§ 17 VOB/A resp. VOL/A und § 63 VgV nennen verschiedene Gründe, nach denen eine Ausschreibung bzw. ein Vergabeverfahren aufgehoben werden kann. Dies ist der Fall, wenn kein Angebot eingegangen ist, das den Ausschreibungsbedingungen entspricht (§ 17 Abs. 1 a VOB/A resp. VOL/A, § 63 Abs. 1 Nr. 1 VgV), wenn die Verdingungsunterlagen grundlegend geändert werden müssen (§ 17 Abs. 1 b VOB/A resp. VOL/A) bzw. sich die Grundlagen der Ausschreibung wesentlich geändert haben (§ 63 Abs. 1 Nr. 2 VgV) - wobei die Gründe für die Änderung der Vergabestelle nicht zurechenbar sein dürfen - sowie wenn andere schwerwiegende Gründe bestehen. Die Feststellung eines schwerwiegenden Grundes erfordert eine Interessenabwägung, für die die jeweiligen Verhältnisse des Einzelfalls maßgeblich sind. Die Aufzählung in § 17 Abs. 1 VOB/A resp. VOL/A, § 63 Abs. 1 VgV ist abschließend, wobei über den „sonstigen schwerwiegenden Grund“ eine gewisse Öffnung erfolgt.


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